Ich habe keine Macken … das sind Special Effects von Marian Keyes

Ich habe herzlich gelacht und mich auf meinem Lieblingslesesessel gekringelt!

Marian Keyes war ja schon immer ein Garant für amüsante Stunden. Immer konnte ich mich mit ihren Romanfiguren perfekt identifizieren und für einige Stunden einfach mal abschalten.

In teils neuen, teils schon veröffentlichen Kurzgeschichten nimmt uns die Autorin mit in ihre eigene kleine Alltagshölle. Wer kennt das nicht, wenn Theorie und Praxis so herrlich auseinander driften?

Ich mag Keyes Stil einfach. Sie schafft es mit ihrem trockenen Humor mich immer wieder mitzureissen. „Ich habe keine Macken…. das sind Special Effects“ ist ein wunderbares Buch für zwischendurch, zum Entspannen, im Wartezimmer…

„Ich will damit sagen: Ich frohlocke nicht, ich bin aufrichtig dankbar.“ S. 146

 

Eigentlich hatte ich eine in sich geschlossene Geschichte erwartet. Aber im Nachhinein fand ich es so fast besser. Immer wenn das Leben mal wieder die Büchse der Pandora über mir geöffnet hat konnte ich kurz Pause machen und dank Marian Keyes herzhaft lachen und mich freuen, dass ich nicht alleine bin – es menschelt halt überall!

4 von 5 Lieblingslesessel für witzige Geschichten, die mein Leben etwas bunter gemacht haben!

Ich habe keine Macken von Marian Keyes

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Erscheinungsdatum: 11. Dezember 2017
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9,99 €
  • ISBN: 978-3453421622
  • auch als Ebook erhältlich
  • Klappentext: Begleiten Sie Marian Keyes auf eine weitere Reise in die Höhen und Tiefen des Lebens! Zum Beispiel auf eine Hochzeit mit der gesamten Keyes-Sippe nach Italien! Die aber nicht ganz so romantisch ausfällt wie geplant, weil für Iren die wichtigste Frage auf Hochzeiten lautet: „Ab wann schlagen wir uns?“. Erfahren Sie den Unterschied zwischen der Theorie des Babysittens (pädagogischer Ausflug, liebevoll bereitetes Vollwertmittagessen, Lernspiele) und der Praxis (McDonald’s und Fernsehglotzen). Und lernen Sie, was die Welt im innersten zusammenhält: Essen, Kosmetika und viel Humor!

Mehr über das Buch und die Autorin erfahrt ihr driekt bei Heyne. Herzlichen Dank an Heyne und das Random House Bloggerportal für dieses amüsante Buch im Tausch gegen mein ehrliche und subjektive Meinung!

Weitere Meinungen dazu von meinen wunderbaren BloggerkollegInnen:

noch keine gesichtet…

Du hast das Buch auch gelesen und rezensiert? Dann hinterlass mir doch gerne den Link in den Kommentaren, dann füge ich Dich hier noch mit ein!

Ein Feuer im Garten von Franz Hohler

Wahrscheinlich ein Armutszeugnis, dass ich einen der bedeutendsten Geschichtenerzähler unserer Tage vor der Anthologie Fremdsein nicht kannte. Doch seit diesem Büchlein verschiedener toller Autoren und Autorinnen habe ich Geschmack an Geschichtensammlungen gefunden. So freute es mich sehr, als „Ein Feuer im Garten“ bei mir einzog.

„Ein Feuer im Garten von Franz Hohler“ weiterlesen

Fremdsein

„Wann haben sie sich zuletzt fremd gefühlt?“ – das ist der Titel eines Flyers den ich auf der Leipziger Buchmesse bekommen habe. Neugierig lauschte ich einem Vortrag von Bianca Fritz, der sympathischen Herausgeberin der Anthologie „Fremdsein“. Die Geschichte hinter dem Buch faszinierte mich sofort, ich wollte am liebsten direkt darüber schreiben, noch ohne das Buch überhaupt gelesen zu haben. Die Geschichten von namhaften Autoren wie Franz Hohler und Felicitas Pommerening wurden von Bianca Fritz, Redakteurin des Elternmagazins Fritz+Fränzi zusammengetragen. Sie selbst hat auch eine Geschichte beigesteuert. Ich hoffe, wir werden in Zukunft noch viel mehr von Bianca Fritz zu lesen bekommen. Autoren, Covergestalterin, Lektoren haben Ihre Arbeit unentgeltlich beigesteuert und die Einnahmen kommen zu 100% internationalen Hilfsprojekten für Flüchtlingskinder zu Gute.

Natürlich denkt man bei „fremd sein“ zuallererst an die überall präsenten Flüchtlinge. Doch es geht tiefer. Wer kennt das Gefühl des fremd sein nicht? Im Job, in einer Gemeinschaft, ausgegrenzt durch eine Krankheit?

„Wann haben Sie sich zuletzt fremd gefühlt?“

Ich habe dieses Büchlein an meinem Herzensort gelesen. Daheim in meinem Garten, die Sonne schien – in einer perfekt geborgenen glücklichen Situation in der ich mich absolut nicht fremd fühlte, sondern angekommen. Und ich war ehrlich bewegt.

15 wunderbare Geschichten sind hier vereint. Ganz unterschiedlich in Länge und Thematik – und doch fügen sie sich zu einem perfekten Ganzen. Ich denke ich werde das Buch noch öfter zur Hand nehmen – egal ob in glücklichen oder nachdenklichen Stunden.

Am meisten beeindruckt hat mich die wahrscheinlich kürzeste Geschichte dieser Sammlung. Pascal Reber erzählt von einem Jungen der von allen Seiten zu hören bekommt „Du sprichst zu schnell.“ . Bis dieser wutentbrannt davon läuft und schreit „Vielleicht hört ihr einfach zu langsam!“

Wer definiert eigentlich was fremd und was vertraut ist? Doch immer nur der Betrachter … sind wir denn nicht Fremde im Auge der uns Fremden?

Wir machen sehr gerne Urlaub im Circartive Pimparello (www.circartive.de) – einem wunderbaren Ort an dem keiner fremd ist und jeder von den Besonderheiten des Anderen profitiert. Dort wohnen seit einem Jahr auch mehre unbegleitete Jugendliche Flüchtlinge. Sven Alb, der Geschäftsführer des Juki e.V. mag aber den Ausdruck „Flüchtlinge“ nicht, er sagt lieber „Angekommene“ …

…helft mit, dass wir bald alle Angekommene sind!

Wer neugierig geworden ist, bekommt das Buch hier:

https://www.amazon.de/Fremdsein-Franz-Hohler/dp/3741857017/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1490951382&sr=8-1&keywords=fremdsein+hohler

Mehr Informationen über die Aktion gibt es hier: https://fremdsein.net/

 

image