Träume, die ich uns stehle von Lily Oliver

Heute erscheint einige Tage früher als geplant „Träume, die ich uns stehle“ von Alana Falk unter dem Pseudonym Lily Oliver bei Knaur. Zunächst das Ebook, das Taschenbuch folgt spätestens am 2. November. Ein Buch, wie es kein zweites gibt…

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Küsse unter dem Mistelzweig von Mila Summers 

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„Once in the Highlands, the Highlands of Scotland…“ Kennt Ihr den Film Brigadoon von 1954 mit Gene Kelly? Seit meiner Kindheit ist das mein Lieblingsfilm schlechthin!

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The Promise von Richelle Mead

Ich gebe unumwunden zu, dass ich nie im Leben spontan zu diesem Buch gegriffen hätte. Das Cover ist wunderschön, schimmert, glitzert … und verkörpert für mich eine Liebesschnulze im Stil von Selection & Co. (Nicht falsch verstehen, ich mochte die Selection Reihe wirklich sehr, aber in der Zwischenzeit gibt es so viele Wannabes davon, dass mir die Lust an Pinzesschen im Auswahlmodus gründlich vergangen ist.) So, dann kommt da „The Promise“ daher… der Klappentext kann mich eigentlich auch nicht vom Hocker reissen, aber irgendwas treibt mich dann doch dazu, es als Rezensionsexemplar anzufordern. Und was soll ich sagen?

Es war gigantisch!

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Die goldene Stadt von Sabrina Janesch

Als ich aus Paris zurück kam fand ich ein liebevoll zusammengestelltes Paket von Lovelybooks und dem Rowohlt Verlag vor.

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Ich habe mich gefreut wie ein Kind an Weihnachten! Ich liebe die Geschichte der Inkas und die Legenden um Machu Picchu …und ich liebe Indiana Jones! Ich dachte ich bekomme hier einen toll recherchierten Abenteuerroman und einen Helden wie meinen Indie… ob dem so war?

Zu Beginn des Buches erzählt die Autorin des Buches zunächst, wie sie darauf gekommen ist die Geschichte des Rudolf August Berns – der sich später Augusto R. Berns nannte – zu erzählen. Sie nahm dazu lange Jahre akribischer Recherche und sogar eine Reise nach Peru entlang Berns Spuren auf sich.

Dafür hat sie zu Recht 2017 den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis verliehen bekommen.

Aus der Jury-Begründung: «Sabrina Janesch verfügt über ein originäres und vitales Erzähltalent. Sie hat dieses Talent in unterschiedlichen Genres und Themenbereichen unter Beweis gestellt. Dabei orientiert sie sich nicht an literarischen Trends, sondern geht ihren eigenen Weg … Sabrina Janesch ist eine engagierte und weltoffene Autorin, deren magischer Realismus Tradition und Moderne miteinander verbindet.»

Am Anfang der Geschichte lernen wir den Tagträumer Rudolph kennen. Der Schreibstil, der einerseits hochintelligent ist und anderseits sehr distanziert wirkt, macht es mir schwer, den Einstieg zu finden. Die Tagträume des Jungen erschweren es mir zudem der Geschichte flüssig zu folgen, da ich schlecht zwischen Realität und Fiktion differenzieren kann.

Erst auf den letzten Seiten des zweiten Kapitels wurde ich so richtig warm mit der Geschichte – das Zusammentreffen mit Alexander von Humboldt hat mich absolut gefesselt.

Rudolf muss viele Schicksalsschläge und Herausforderungen meistern – doch nie lässt er sein großes Ziel aus den Augen irgendwann die legendäre goldene Stadt zu entdecken! Durch den distanzierten Schhreibstil fällt es mir zwar weiterhin schwer Nähe zu Rudolph aufzubauen – dennoch finde ich ihn fazinierend und manche Sätze des Buches möchte ich mir am Liebsten an die Wand schreiben…

„Wieder einmal kam Rudolph die Welt vor wie ein unordentlicher, gedankenloser Entwurf.“

Ich schwanke immer hin und her mit meiner Meinung – ist es ein Abenteuerroman (die ich liebe) oder ein Historienroman (die ich nicht so mag) … eine Mischung ist es irgendwie nie. Mal bin ich gefesselt und mal schweifen meine Gedanken ab. Aber richtig nahe wird mir Rudolph auch als Augusto nicht 😉 Aus der Hand legen mag ich das Buch trotzdem nicht, dazu bin ich doch zu gespannt wie es weiter geht…

Das Leben von Berns ist ohne Zweifel faszinierend. Und es hat sich in jedem Falle gelohnt bis zum Ende durchzuhalten. OK – Ich hatte deutlich mehr „Indiana Jones und das Königreich des Kristalschädels “ erwartet und weniger Welt der Wunder Dokuchannel … aber die Fakten und Schauplätze für dieses Buch sind so fantastisch und akribisch recherchiert – Mann, am liebsten würde ich Sandra Janesch sagen „Once more with feeling!“

Als ich Indiana Jones beim Lesen aus meinem Kopf verbannt hatte, konnte ich mich besser auf die Geschichte und den Erzählstil einlassen. Es ist ungewöhnlich geschrieben. Zu abenteuerlich für ein Sachuch und zu sachlich für ein Abenteuerbuch. Außergewöhnlich eben – aber immer intelligent und sprachlich herausragend mit einer Spur englischem Humor.

Ich mochte „Die goldene Stadt“ sehr gern als ich mich eingefunden hatte. Daher vergebe ich 4 von 5 LieblingsLesesessel für Die goldene Stadt.

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  • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Berlin; Auflage: 1
  • Erscheinungstermin: 18. August 2017
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3871348389
  • Größe und/oder Gewicht: 13,3 x 4 x 21 cm
  • Auch als Ebook oder Hörbuch erhältlich

Mehr Infos zu diesem Werk erhaltet ihr bei Rowohlt.

Eine weitere Meinung zum Buch findet ihr bei Literaturreich.

Als die Träume in den Himmel stiegen von Laura McVeigh

Ein Buch, das mich sprachlos, entsetzt und auch ein wenig ärgerlich zurück lässt …

Normalerweise poste ich ja keine Klappentexte, da ich finde, meine individuelle Meinung interessiert Euch sicher mehr als das was überall steht. In diesem Fall möchte ich es aber trotzdem tun um Euch meinen Eindruck besser zu begründen:

»Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.«

Samar muss mit ihrer Familie aus dem gelben Haus mit dem Mandelbaum in Kabul flüchten. Mit ihren Eltern und Geschwistern kommt sie in ein Dorf im Hindukusch. Doch auch dort bricht der Schrecken ein, der für Samar jetzt plötzlich ein Gesicht bekommt: Die Taliban überfallen das Dorf. Samars Familie bleibt nur ein Ausweg: über die Grenzen hinaus zu fliehen, das Land zu verlassen.
Wird Samar jemals in der Freiheit ankommen?

Mit diesem Klappentext wurde meine Aufmerksamkeit bei Lovelybooks geweckt. „Als die Träume in den Himmel stiegen“ war das Buch des Monats im Fischer Leseclub und ich konnte eines der Vorab-Leseexemplare dort ergattern.

Zu Beginn hat mich der Stil von Laura McVeigh absolut verzaubert. Ganz einfühlsam erzählt sie aus der Ich-Perspektive der kleinen Samar die Entstehung ihrer Familie und der ersten Zeit in der damals noch blühenden Metropole Kabul. Die Sprache verzaubert den Leser und lässt erahnen wie schön Afghanistan vor diesem grausamen Krieg war.

Nach der ersten Leiche war ich jedoch schnell ernüchtert. Und ohne zu viel zu spoilern … sie sollte bei weitem nicht die letzte sein. Taliban, Naturkatastrophen und das Flüchtlingslager fordern Opfer, immer und immer wieder. Erstaunlich, dass Samar in den rund 10 zehrenden Jahren ihrer Flucht – zuletzt in einem Waggon der transsibirischen Eisenbahn – noch die Kraft findet, überhaupt aufzustehen. Immer wenn man denkt es könne nicht noch schlimmer kommen wird man eines besseren belehrt.

„Als die Träume in den Himmel stiegen“ ist kein einfaches Buch. Die Autorin bedient sich einer anspruchsvollen, leisen Sprache welche aber zugleich die ungeschönten Grausamkeiten des Taliban Regimes und der brutalen Ereignisse auf der Flucht noch härter erscheinen lässt. Durch die vielen Rückblicke und die schnellen Sprünge hatte ich teilweise Schwierigkeiten der Handlung zu folgen. Und der Schluss lässt den Leser mit zu vielen Fragen zurück …

Ich würde es bedingt empfehlen. Das träumerische Cover täuscht. Hier geht es um die brutale und schier aussichtslose Realität einer langen Reise. Für hartgesottene Leser die sich für das Thema wirklich interessieren empfehle ich das Buch auf jeden Fall. Wer eine schöne hoffnungsvolle Geschichte um ein Mädchen und ihre Familie auf der Flucht erhofft, der sollte gewarnt sein, dass der erste Eindruck täuscht.

3 von 5 LieblingsLesesessel für diese brutale und doch wunderschön geschriebene Lebensgeschichte Samars.

In diesem Sinne …

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Das Buch ist beim Fischer Verlag am 27.07.2017 erschienen.

Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50
Umfang: 352 Seiten
Format: 21,4 x 13,3 x 2,6 cm

ISBN: 978-3-596-29970-6

 

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