Die Wächter von Aquaterra – von Bernd Perplies & Christian Humberg

Dienstag wurde ich auf das Buch aufmerksam, habe es auf meinen Kindle geladen – und in einem Rutsch verschlungen! Es ist mit 256 Seiten nicht sonderlich lang – aber jede einzelne davon ist so vollgepackt mit Witz, Spannung und Action, dass an ein Aufhören gar nicht zu denken war…

Unglaublicherweise beginnt das Buch an einem 12. September – genau dem Datum an dem ich es gelesen habe! Es ist Weltenfest – der Tag an dem 40 Jahre vor Beginn der Handlung der erste Kontakt zwischen außerirdischen und den Menschen  statt fand. Heute gibt es mitten im Atlantik eine künstliche Insel auf der alle Spezies friedlich voneinander lernen und miteinander leben können – Aquaterra. Quasi ein Deep Space Nine im Wasser 😉 Doch leider ist dieses Idyllische Miteinander von bösen Machenschaften bedroht. Als Finn dann auf seiner Uralt-Datenbrille plötzlich die künstliche Intelligenz OMIKRON 1 findet (Die auf der Flucht vor etwas ist. Vor was, weiß die KI leider selbst nicht mehr, weil ihr ganzes Datenvolumen nicht auf die Brille gepasst hat.), beginnt ein unglaubliches Abenteuer…

„Die Wächter von Aquaterra“ ist abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonisten Tresk, Finn und Anna geschrieben. Das bringt zusätzlichen Schwung in die Geschichte. Vor allem weil Tresk als Karadeem (ein Katzenwesen mit dem Gemüt eines Klingonen) ja so manches befremdlich auf der Erde findet…

Die Sprache ist perfekt auf Jugendliche abgestimmt und erfrischend aktuell – zwischendurch dachte ich, ich höre meine Tochter reden 😉

Eigentlich war diese Art von Kommunikation ziemlich albern: einen Text zu diktieren, der dann in eine Chatnachricht umgewandelt wurde. Es wäre viel leichter gewesen direkt zu telefonieren. Aber telefonieren war so uncool! Das machten doch nur Eltern.

Neben all der Action und den wundervollen Ideen die die Welt von Aquaterra so lebendig und interessant machen ist mir vor allem die Entwicklung der Protagonisten positiv aufgefallen. Sie erkennen, dass man noch so unterschiedlich sein kann – wenn man nur ein Stück aufeinander zugeht kann ein tolles Miteinander entstehen.

Für alle jungen Träumer. Ihr habt die Macht, diese Welt zu verbessern.

Der Verlag empfiehlt das Buch ab 10 Jahre – ich hätte jetzt gesagt dass es für Leser ab 12 geeignet ist und es bis oben hin wirklich keine Grenze gibt. Es ist so spannend wie ein guter Thriller für Erwachsene, ohne Abstriche – und auch ältere Science Fiction Begeisterte wie ich haben Ihre helle Freude daran!

Könnte ich mehr als 5 LieblingsLesesessel für dieses rasante Abenteuer verteilen – ich würde es tun!

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  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Thienemann Verlag in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
  • Erscheinungstermin: 21. August 2017
  • Sprache: Deutsch
  • Ebook ISBN-10: 3522184521
  • Preis Ebook: 9,99 €
  • Hardcover ISBN-13: 978-3522184526
  • Preis Hardcover: 12,99 €
  • Vom Verlag empfohlenes Alter: ab 10 Jahre

Das Buch bekommt ihr direkt beim Verlag oder der Buchhandlung Eures Vertrauens. Danke an den Thienemann Verlag und Netgalley für die Erfüllung dieses Buch-Wunsches!

Was würdet Ihr mit einer Künstlichen Intelligenz als Freund anstellen?

Evil Hero – Superschurke wider Willen von Sandra Grauer

Evil Hero hat mich restlos begeistert! Heute erscheint mein neues Lieblingsbuch… Viele Reihen wollen ja an den Erfolg von Harry Potter anknüpfen und schicken ihre Protagonisten auf eine „besondere“ Schule, an der sie auf einen mächtigen Gegner stoßen … Die Idee hinter Evil Hero ist jedoch anders, innovativ und einfach genial:

Es gibt Superhelden und es gibt Superschurken. Beide Parteien bekämpfen sich. Beide haben Nachwuchs, die in ihre Fußstapfen treten sollen. Und wo lernt der Nachwuchs künftige Superhelden und Superschurken zu sein? Richtig – in der Schule! An der Scola Super Heroica werden neue Helden herangezogen und auf der Evil Äcädemy lernen Schurkenkinder in Fächern wie Verführung, Schurkische Etikette, Finanzierung und Realisierung finsterer Machenschaften oder Superwaffenkunde alles, was ein Schurke im späteren Berufsleben so braucht.

John ist 14 und sein Vater war ein berühmter Superheld – als Eagleman hat er die Bewohner der Stadt beschützt. Doch er wurde von seinem Erzfeind The Rockstar kaltblütig erschossen. Als John nun an der Scola Super Heroica abgelehnt wird, reift in ihm ein Plan: Er will sich inkognito an der Evil Äcädemy einschreiben und dort die wahre Identität des Mörders seines Vaters herausfinden um sich an The Rockstar zu rächen. Dass er dabei Freunde findet ist  ausgeschlossen – denn Helden und Schurken sind natürliche Feinde … oder? Ist es wirklich so einfach?

„An sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu.“ William Shakespere (Hamlet)

Als John seinen Zimmergenossen Max und die sprengstoffbegeisterte Serena – Tochter von Dr.Nitro – kennenlernt sträubt er sich zunächst dagegen sie nett zu finden, denn eigentlich will er ja alles auf seiner neuen Schule hassen. Und Schurken sind doch die Feinde von Helden … Aber schon bald erkennt er, dass es eben nicht nur Schwarz und Weiß oder Gut und Böse gibt. Gemeinsam machen sich die drei auf die actionreiche Suche nach der geheimen Identität von The Rockstar und versuchen nebenbei die Schule zu meistern und am Leben zu bleiben…

Der Schluss ist gleichzeitig überraschend und genial. Er ist in sich geschlossen, macht aber Hoffnung auf eine Fortsetzung. Wenn es nach mir ginge dann sollte es ganz viele davon geben!

Das Setting ist außergewöhnlich gut. Bis ins kleinste Detail ist die Welt der Schurken hier gezeichnet. Ein großes Lob an die Autorin. Ich fand alles toll – das Gebäude, die Unterrichtsfächer, die Rockband der Lehrer – sogar die Krokodile bei der Einlassprüfung!

Zuerst dachte ich – was für eine bescheuerte Schreibweise für die Äcädemy … was sollen denn die Umlaute? Lautschrift für den Leser? Heutzutage sollten auch 10-jährige imstande sein, englische Begriffe zu lesen. Aber da habe ich mich geirrt – denn ein Schüler der Schurkenschule stellt genau dieselbe Frage an einen Lehrer! (Danke!) Es wird erklärt, dass die Äcädemy den sogenannten HeavyMetal-Umlaut (wie Mortörhead) enthält. Man verwendet ihn, weil er böse aussieht! Chapeau.

Ich mag den Schreibstil von Sandra Grauer unheimlich gern. Viel Wortwitz und eine nicht kindliche Sprache zeichnen dieses Buch aus. Der Verlag empfiehlt das Buch für Leser ab 10 Jahren. Auch ich würde das Buch für Jungen und Mädchen zugleich ab der vierten Klasse empfehlen, denn obwohl der Titelheld ein Junge ist, werden auch Mädchen diese Geschichte und besonders die starke Serena, die alle Jungs locker in die Tasche steckt, lieben! Und ich würde noch weiter gehen – auch für Jugendliche und Erwachsene ist es ein riesen Spaß, dieses Buch zu lesen!!! Die Geschichte ist spannend und nicht wirklich vorhersehbar. Schon lange hat mich ein Abenteuerbuch für Kinder/Jugendliche nicht mehr so gefesselt! Ich bin restlos begeistert und wünsche mir noch ganz viele Bände mit John, Max und Serena!

Das Cover ist genial. Alles passt – Bild, Schriftzug, Titel – ich würde jederzeit wieder danach greifen! Wer das Buch gelesen hat wird darin direkt eine Szene daraus wiederfinden. Auch meine Kinder fanden, dass das Cover richtig Lust aufs Lesen macht!

Rein formell muss ich sagen, dass es mich bei meiner Ebook Version verwirrt hat, dass zwischen den einzelnen Szenen in den Kapiteln keine Absätze waren. Das hat den Lesefluss gestört, da ich immer kurz stutzte ob der abrupten Sprünge von einem Satz zum anderen. Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt! Mag aber auch bei der Printversion anders sein – ich werde das in jedem Fall überprüfen, denn obwohl ich ja schon das Ebook habe werde ich mir sicher noch das Hardcover für meine Mädels kaufen und das ein oder andere Exemplar gern bei nächster Gelegenheit verschenken.

Interessant fand ich, dass die Autorin hier aus der Gegend kommt … Sandra Grauer ist zwar im Ruhrgebiet geboren, studierte aber in Heidelberg Sprach- und Übersetzungswissenschaften, später absolvierte sie ein fachjournalistisches Fernstudium und ein Volontariat in einer PR-Agentur in Karlsruhe. Mit ihrem Mann und zwei Meerschweinchen lebt sie nun wieder im Ruhrgebiet. Das macht sie für mich noch nahbarer und ich hoffe, sie vielleicht bald auf einer Buchmesse kennenzulernen.

Alles in Allem beglückwünsche ich die Autorin zu diesem Werk und wünsche mir, dass Ihr an Evil Hero genauso viel Freude haben werdet wie ich!

5 von 5 LieblingsLesesessel für Evil Hero!

9783522505482

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Format: 148 x 210 mm
  • Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
  • Erscheinungstermin: 21. August 2017
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522505484 (Ebook)
  • Preis Ebook: 9,99 €
  • ISBN-13: 978-3522505482 (Hardcover)
  • Preis Hardcover: 12,99 €
  • Vom Verlag empfohlenes Alter: ab 10  Jahre

Ihr bekommt das Buch ab heute entweder direkt beim Verlag, bei der Buchhandlung Eures Vertrauens oder z.B. bei amazon.

Herzlichen Dank an NetGalley und an Planet! für das Bereitstellen des Buches vor Veröffentlichung!

Eine weitere geniale und wirklich lesenswerte Rezension von Evil Hero findet ihr bei Books an Cats.

Der magische Faden von Tom Lewellyn

Morgen erscheint „Der magische Faden“ im Thienemann-Esslinger Verlag. Eine tolle Geschichte, jedoch meiner Meinung nach völlig falsch beworben …

Normalerweise kopiere ich nie nie nie Klappentexte in meine Rezensionen, hier muss ich es aber tun um zu verdeutlichen, was ich meine:

Wie unheimlich der schwarze Faden aussieht! Als Markus ihn vorsichtig berührt, bekommt er einen elektrischen Schlag. Doch damit nicht genug: Der Faden bewegt sich und schlängelt sich quer durchs Haus, immer weiter, bis zum Dachboden. Dort stoßen Markus und seine Geschwister auf einen Karton mit alten Briefen ihres Vaters. Fünf Jahre ist es her, seit er in Griechenland spurlos verschwunden ist. Immer tiefer tauchen Markus und seine Geschwister in die griechische Mythologie ein, um ihren Vater wiederzufinden. Die Spur führt direkt zum Labyrinth des Minotaurus …

Für alle Fans von Percy Jackson! Spannender Abenteuerroman für Mädchen und Jungen ab 10.

Also, Markus und seine Geschwister bekommen ein Paket von Ihrem verschollenen und totgeglaubten Vater. Darin befindet sich ein magischer Faden, der seinen ganz eigenen Willen hat und zusammenbringen möchte, was getrennt ist. Im Verlauf zeigt sich, dass dieser Faden tatsächlich der sagenumwobene Ariadne-Faden sein muss. Das ist aber auch schon alles was hier an griechischer Mythologie auftaucht. Zwar hängt das Verschwinden des Vaters mit der Sage des Theseus irgendwie zusammen – aber kein einziger Gott, Halbgott oder griechischer Held lässt sich in der Geschichte blicken … Das ist nicht schlecht – ganz und gar nicht – jedoch habe ich ob der Werbung mit Parallelen zu Percy Jackson einfach erwartet dass gleich Theseus um die Ecke kommt und seinen Faden wieder haben will. Durch diese Erwartungshaltung konnte ich die eigentliche Geschichte gar nicht richtig geniessen. Denn im Grunde genommen ist es eine spannende Suche völlig verschiedener Charaktere nach dem verschollenen Vater und nach sich selbst.

Die Sprache gefällt mir für die Zielgruppe ab 10 Jahren nicht so gut. Die Geschichte ist sehr einfach geschrieben, in kurzen Sätzen und mit übertrieben Witzen geschmückt. So ziehen sich Vergleiche um das Verschwinden des Vaters wie ein roter Slapstick-Faden durch das Buch, wie „..bevor er schneller verschwand als ein Schatten in einer Taschenlampenfabrik“ oder „…schneller verschwunden als eine Nacktschnecke auf einer Salzparty“ . Meinen Lesefluss haben sie eher gestört, Jungs ab 8 schmeissen sich sicher weg vor Lachen! Daher würde ich auch die Geschichte eher für Gundschüler empfehlen, ältere Kinder haben sicher weniger Freude an dem sehr kindgerechten Schreibstil.

Am Besten gefallen hat mir die Entwicklung, die Markus erlebt. Zu Beginn ist er eher eine weinerliche Heulsuse und nach der klassischen Heldenreise – die lustigerweise auch im Deutschunterricht der Kinder thematisiert wird – gewinnt er immer mehr an Selbstvertrauen und meistert die ihm gestellten Herausforderungen mit Bravour.

Am Schluss werden alle offenen Fragen geklärt, das finde ich gerade bei einem Kinderbuch sehr wichtig. So kann der Leser mit der Geschichte abschließen. Doch natürlich bieten die Freunde Markus und Aster Potenzial für weitere spannende Geschichten. Diese würde ich dann auch ohne vorgefasste Erwartungen sehr gerne lesen…

Ich empfehle das Buch uneingeschränkt für Jungs und abenteuerliche Mädchen ab 8 bis 11 und rate dringend es ohne jeglichen Bezug zu Percy Jackson unvoreingenommen zu lesen!

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Ab 10 Jahre

256 Seiten

Format:
148 x 210 mm

ISBN:
978-3-522-18449-6

Preis:
12,99€

Erscheinungstermin:
20.07.2017

Danke an den Verlag und netgalley.de dass ich dieses Buch schon vor dem Erscheinungstermin lesen durfte!

Animox – das Auge der Schlange von Aimée Carter

Vorletzte Woche habe ich Euch von Band 1 Animox – das Heulen der Wölfe berichtet. War der erste Band der Animox-Reihen noch zu sehr Harry Potter ähnlich, so ist es Aimée Carter in Band 2 gelungen eine unabhängige Story zu kreiren.

Die Geschichte steigt ungefähr 2 Monate nach Band 1 ein. Simon lebt im L.A.G.E.R. mit seinen Freunden und wird weiterhin von seinem Zwillingsbruder Nolan und dessen Gang gepiesakt. Dazu kommt, dass Simon sein großes Geheimnis immernoch hütet. Nichtmal seinem besten Freund, der Maus Felix hat Simon bisher verraten, dass er genau wie sein Bruder die Fähigkeit des Bestienkönigs geerbt hat sich in jedes beliebiges Tier zu verwandeln. Diese Fähigkeit hat den bisherigen Erben kein Glück gebracht, so reizvoll und wunderbar es zunächst scheinen mag. Als Bestienkönig siegt man zwar über jedes Wesen im Kampf – macht sich aber zugleich zum Staatsfeind Nr.1 und zum Jagdobjekt für alle Reiche. Das ist auch der Grund warum das Zepter des Bestienkönigs – seine gefährliche Waffe – damals nach dem Sieg über den alten Bestienkönig in mehrere Teile zerbrochen wurde und jedes Reich der Animox ein Teil bei sich versteckt hat und hütet wie seinen Augapfel. Denn sollte das Zepter jemals wieder zusammengesetzt werden kann dessen Träger nicht nur den Bestienkönig töten, sondern auch das gesamte Reich unterwerfen.

Auf einem seiner heimlichen Ausflüge in den Zoo über dem Lager entdeckt Simon eine Postkarte seiner Mutter, die für Ihn an der Statue seines Onkle Daryll versteckt wurde. Auf ihr stehen nur die Worte „Ich wünschte, Du wärst hier.“ und zeigt das Bild der Wüste von Arizona. Simon begibt sich auf die Suche nach seiner Mutter, die von seinem Opa Orion gefangen gehalten wird. Sie soll das Teil des Zepters der Reptilien für ihn finden. Begleitet wird Simon von seinen Freunden Winter, Ariana, Jam und dem blinden Passagier Felix. Auf der Reise lernen sie neue Animox kennen, die Ihnen mal mehr, mal weniger wohl gesonnen sind.

Die Reise und die weiteren spektakulären Ereignisse sind spannend geschrieben. Jedoch hatte ich stellenweise echt Schwierigkeiten der Handlung zu folgen, so sprunghaft war diese. Man lernt neue Charaktere kennen, dann sind sie wieder weg und plötzlich wieder da. Auch die Schauplätze werden wild gewechselt so dass meiner Meinung nach die Handlung extrem darunter leidet. Hier wäre weniger mehr gewesen … Schade.

Ich bin mir mit meinem abschließenden Urteil unsicher. Einerseits ist die Story spannend genug dass ich Band 3 auf jeden Fall auch lesen werde, andererseits ist die Umsetzung manchmal viel zu wirr geraten. Also eine eingeschränkte Leseempfehlung. Wenn Ihr Band 1 gemocht habt lest auf jeden Fall Band 2. Ich bin gespannt ob es Aimée Carter in Teil 3 gelingt die Story genauso spannend aber geradliniger zu erzählen und den neuen Charakteren aus Band 2 genügend Raum lässt sich zu entwickeln. Ich habe schon ein weiteres Animox Cover mit einem Hai drauf gesichtet – es heißt also Luft anhalten in Band 3 😉

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Am 23.10.2017 erscheint Animox- die Stadt der Haie!

Mehr zur Reihe erfahrt Ihr hier.

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Ana und Zak von Brian Katcher

Wer schon mal auf der Buchmesse in Leipzig war, dem sind Cosplayer nicht ganz fremd. So freute ich mich sehr auf ein Buch dessen Haupt-Schauplatz eine Comicon ist!

Das Buch ist abwechselnd von Zak und Ana in der Ich-Perspektive erzählt. Das ist sehr amüsant und abwechslungsreich. Ich mag das.

Ana und Zak bedienen das klassische Klischee: Sie ist die typische Streberin, hält sich immer an die Regeln und ist überall die Beste. Er ist der absolute Nerd, spielt lieber Rollenspiele als zu lernen und widersetzt sich aus Prinzip jeder Norm. Aber nur fast. Denn tief in den Beiden schlummert es: Ana ist im Herzen eine kleine Rebellin und Zak viel intelligenter als er zeigen mag.

Die Beiden haben im Alltag nichts miteinander zu tun – aber der Zufall (oder Zak’s Deal mit einer Lehrerin um den Abschluss doch noch dieses Jahr zu bekommen) führt die Beiden ins gleiche Ouiz-Bowl-Team und zur Meisterschaft nach Seattle – wo zeitgleich Zak’s heissgeliebte WashingCon stattfindet… Als Ana’s kleiner Bruder dort hin abhaut machen sich Ana und Zak auf eine extrem turbulente Suche bei der – wer hätt’s gedacht – die beiden sich ineinander verlieben.

Unterwegs finden sie sich in Schlägereien, seltsamen Kartenspielen, einer waschechten Schlacht und einer Hochzeitsfeier wieder (eine Misch-Ehe zwischen einem Star Wars Anhänger und einem Star Trek Fan!). Zum Schluss kämpfen sie auch noch gegen einen leider sehr realen Geiselnehmer. Abgedreht!

Man hat beim Lesen nicht wirklich das Gefühl ein Buch zu lesen – viel mehr findet man sich in einem Hollywood-Teeniestreifen à la „Ferris macht blau wieder“. Was schief gehen kann, geht auch schief und die Beiden schlittern von einem Alptraum in den nächsten. Zugegeben, alles ist sehr überspitzt, aber gleichzeitig auch extrem unterhaltsam!

Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen weil es eben sehr kurzweilig war. Sehr gefreut haben mich die Anspielungen auf geliebte Science Fiction Filme und Figuren, mache versteht man nur wenn man wie ich ein kleiner Nerd im Herzen ist… Und nach Heute MUSS ICH EINEN ENTERPRISE-PIZZASCHNEIDER HABEN!

Mein Fazit: Lovestory meets Hangover!

Ich hatte das große Glück das Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks zu gewinnen, und nun liest es meine Tochter Emma mit Begeisterung. Alle Daten zum Buch findet ihr hier.

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Animox – das Heulen der Wölfe von Aimée Carter

Ich gebe zu, dass ich das Buch eigentlich nur für meine Tochter Emma gekauft habe. Aber wo es nun schon mal auf meinem Reader war konnte ich dann doch nicht widerstehen ….

Simon wächst bei seinem Onkel in New York auf, ihm geht es gut, aber glücklich ist er nicht. Die einzigen Lichtpunkte sind die Postkarten, die ihm seine Mutter aus der ganzen Welt schickt. Er ist ein Außenseiter und hütet ein Geheimnis: Er kann mit Tieren sprechen! Sein einzig wahrer Freund ist eine Maus die fernsehsüchtig ist …

An seinem 12. Geburtstag überschlagen sich jedoch die Ereignisse. Als seine Mutter ihn zu seinem Geburtstag endlich einmal wieder besucht werden sie von einer Horde wild gewordener Ratten überfallen und seine Mutter entführt. Während der temporeichen und gefährlichen Suche nach seiner Mutter erfährt Simon dass seine Familie zu den sogenannten Animox zählt – Menschen, die sich in Tiere verwandeln können. Und schon steckt er mitten im erbitterten Krieg der fünf Königreiche der Animox und lernt an seinem neuen Wohnort – der Schule der Animox neue, aber nicht unbedingt besonders nette Familienmitglieder kennen.

Die Story ist auf den ersten Blick der von Harry Potter nicht unähnlich. Ein Junge wächst ohne Eltern auf, ist ein Außenseiter und hat eine magische Gabe. An seinem Geburtstag findet er seine wahre Identität heraus und kommt auf eine verborgene Schule mit lauter magisch begabten Kinder. Dort findet er neue Freunde aber auch üble Feinde. Eine Prophezeiung gibt Hinweise darauf wie es weiter geht und der Junge ist unsicher ob er der Bestimmte ist oder jemand anderer. Ich muss gestehen dass auch mir das eine Spur zu viel Parallelen sind. Schade, denn die Welt der Animox hätte so viel mehr Potential. Nichts desto trotz habe ich das Buch gern gelesen und lese auch aktuell Band 2 Animox – das Auge der Schlange.

Alles in allem war Animox – das Heulen der Wölfe sehr spannend aber ich habe es mehr als Vorgeschichte zur eigentlichen Handlung empfunden. Die Protagonisten wurden vorgestellt und auch die Prophezeiung rund um den Bestienkönig. Ich bin gespannt ob die Autorin die Erwartungen Ihrer Leser in Band 2 erfüllen kann und eine eigenständige furiose Geschichte bietet, die nicht mehr so sehr an Hogwarts erinnert.

Ich empfehle das Buch für Kinder und Jugendliche ab 10 – auch besonders Jungs werden Ihren Spaß mit Simon und seinen Abenteuern haben!

Mehr zur Reihe hier: http://animox-buch.de/

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Saint Lupin’s Academy von Wade Albert White

Anne ist fast 13 und wartet sehnsüchtig darauf das St. Lupin’s Waisenhaus endlich verlassen zu dürfen. Mit 13 dürfen die Waisen nämlich mit einem Transportschiff zu Ihrer jeweiligen Abenteuerakademie fahren. Leider hat weder Sie noch Ihre Freundin Penelope bisher eine Zusage von einer Akademie erhalten. Dazu kommt dass die Leiterin des Waisenhauses Anne keine Fahrkarte für das Schiff bewilligt, weil angeblich die Fahrpläne geändert wurden … Als Anne dann die Feuerechse der Oberin – genannt „Hund“ – ausführen soll überschlagen sich jedoch die Ereignisse. Von einer Unbekannten wird ihr nicht nur ein magischer Handschuh ausgehändigt, sondern auch ein Platz an der Todesberg-Academy für Abenteurer angeboten! Doch die Oberin will dies um jeden Preis verhindern und so müssen Anne und Penelope flüchten.

An der Academy angekommen bleibt kaum Zeit ihr neues Leben zu realisieren und ihren Mitschüler Hiro kennen zu lernen,  denn sie werden sofort auf eine atemraubende und eigentlich unschaffbare Mission geschickt …

White hat eine ganz neue Welt erschaffen. Sehr detailreich und abgedreht. Manchmal hatte ich Schwierigkeiten in dieser fantastischen Welt alle Details aufzunehmen und musste mehrmals zurück blättern um alles zu erfassen. Die Sprache ist wieder durchaus kindgerecht – manchmal etwas zu modern. Jedoch machen solche Ausdrücke wie z.B. „Wildcard“ im Verlauf des Buches wieder Sinn, wenn man mehr und mehr realisiert, dass unsere moderne Welt wie wir sie heute kennen in Anne’s Welt die „alte Welt“ genannt wird.

Zwischen den einzelnen Kapiteln sind immer wieder Seiten des Handbuches für Abenteurer eingeschoben. Meiner Meinung nach völlig unnötig. Sie sind zwar witzig gemeint und erinnern mich ein wenig an das „The Hitchhikers Guide to the Galaxy“ von Douglas Adams – aber sie tragen nicht wirklich zur weiteren Information über die neue Welt bei und stören eher im Lesefluss.

Wenn man genau aufgepasst hat, wird das Ende im Titel vorweg genommen. Das finde ich nicht so toll. Denn ich hatte mich schon gefragt warum die Academy in der Anne aufgenommen wird „Todesberg Academy“ heißt und nicht „St. Lupin’s Academy“ … aber genug gespoilert.

Ich finde es besonders gelungen, dass die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Natürlich gibt es noch offene Fragen und der Hinweis auf eine Fortsetzung – aber nicht so dass ich mich nun ratlos nach Beendigung des Buches wiederfinde und nur noch an die Fortsetzung denken kann. Das finde ich besonders bei einer jungen Zielgruppe sehr wichtig – denn Kinder zählen ja nicht zu den geduldigsten Geschöpfen auf dieser Erde!

Eine kleine Entdeckung kann ich mir doch nicht verkneifen: Anne wirft einen magischen Zweig Ihrem Widersacher zu und zwei Kapitel später holt sie ihn wieder aus der Tasche. Das ist nicht wirklich mit Magie zu erklären, sondern eher mit der Auswahl der Beta-Leser 😉

Alles in allem ein wirklich fantastisches Buch im wahrsten Sinne des Wortes! Ein Feuerwerk der Ereignisse und sehr witzig. Ich würde es uneingeschränkt empfehlen trotz der kleinen Kritikpunkte. Die Zielgruppe würde ich mehr im Kinderbuch Bereich ansiedeln als im Jugendbuch aufgrund der sehr kindgerechten Schreibweise – aber auch junggebliebene Erwachsene wie ich haben Ihren Spaß an dieser abgedrehten Welt.

Alle Infos zum Buch findet ihr auf der Verlagsseite.

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